Tag 1 – aller Anfang ist leicht.

Ich bin einigermaßen euphorisch und muss mich bemühen, nicht alles auf einmal in Angriff zu nehmen – denn ich weiß, daß es dann nicht lange anhalten würde.

Ich habe mir eine Excel-Tabelle angelegt, in die ich eintrage, was ich esse und wieviele Kalorien es hat. Dann rechnet sie mir automatisch aus, wieviele Kalorien ich noch zu mir nehmen darf und wieviel Fett ich theoretisch heute verbrannt habe.

Wie meine Diät genau ablaufen soll, steht rechts in der Navigation unter “Was ist das für eine Diät?”

Außerdem habe ich heute mal einen kritischen Blick in den Spiegel geworfen (wie gesagt: kritisch, nicht vernichtend wie sonst immer) und daraufhin direkt einen Termin bei einem Nagelstudio gemacht.

Das Problem, dass ich mir das gar nicht leisten kann, ignoriere ich erst einmal gekonnt.

Und nun befinde ich mich gerade auf dem Weg ins Fitness-Studio.

Ich bin ganz froh, dass ich es schaffen kann, etwas zu ändern. Ich habe nur Angst, es nicht durchzuhalten. Wie viele Tage werde ich brauchen? Ich rechne etwa mit 150 Tagen.

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Ich bin genervt.

Es ist unlogisch und irrational.

Aber es ist trotzdem so. Es nervt mich, dass ich jetzt beschlossen habe, etwas zu ändern – und dass es noch so lange dauert, bis ich davon auch was haben werde!

Das frustriert mich, so dass ich am liebsten gleich wieder aufhören will. Aber so weitermachen wie bisher will ich schließlich auch nicht.

Also muss ich da wohl einfach durch.

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Vom Problem, kein Problem zu haben

Dies ist mein erster Beitrag und mir ist eins klar.

Wenn man von heute auf morgen versucht, alles zu ändern, dann scheitert man fast zwangsläufig. Das mag einigen gelingen, aber einige gewinnen auch im Lotto oder haben von Natur aus hellblonde Haare.

Das “Problem” ist, dass ich nicht richtig in der Scheiße stecke, auf gut deutsch gesagt. Es ist ja alles nicht so schlimm – ich habe ein Gewicht und eine Figur, mit der ich durchaus zurechtkäme im Leben, und das nicht mal schlecht. Meine Fingernägel sind nicht schön und meine Zähne nicht weiß und meine Haarfärbung ewig weit rausgewachsen, aber hey – es gibt Schlimmeres, nicht wahr?

Genau das ist das Problem. Dass ich nicht wirklich eines habe. Ich “lebe so vor mich hin”, könnte man sagen. Und das ist eine schlimme Vorstellung: in vielen vielen Jahren mal auf mein Leben zurückzublicken und nur dazu sagen zu können: “Ich hab so vor mich hingelebt…”

Nein, damit ist jetzt Schluß.

Nur – wie gesagt – wenn ich von heute auf morgen meine Ernährung umstelle, mein Aussehen immer in Schuß halte, meine Wohnung und mein Auto aufräume, Sport mache…
…dann werde ich das, grob geschätzt, höchstens eine Woche durchhalten und danach frustriert aufgeben.

Also versuche ich es anders. Dazu bald mehr.

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